Prozesse

Was Wir machen!


  • Fotografie

    Ein großes Glück für uns: Aristoteles (384 bis 332 vor Christus) erkannte das Prinzip der Camera Obscura und legte damit den Grundstein der Fotografie. Wir lieben alte Kameras und mögen den Charme von einfacher, aber effektiver Kameratechnik. Besonders die russischen Modelle (Kiev, Lomo, Horizon) haben es uns angetan, einfache Lochkameras haben auch hunderte Jahre nach Ihrer Entdeckung Ihren Reiz nicht verloren. Natürlich geben wir uns auch gerne den Verlockungen der unbegrenzten digitalen Möglichkeiten hin ... allerdings bleiben wir auch damit gerne ein bisschen old school.

  • Entwicklung

    Der Geruch von Fotochemikalien, arbeiten im Halbdunkeln, Zeit nehmen, der Intuition folgen und das Gefühl als Geburtshelfer des Bildes hautnah dabei zu sein ... das ist es, was uns immer wieder in die Dunkelkammer treibt. "Ja, ja", hören wir da immer wieder den einen oder anderen sagen: "Das geht doch alles auch am Rechner viel besser und einfacher". Stimmt, doch wir mögen nun einmal die Unbestimmtheit und die Überraschung, die haptische und optische Erfahrung und meinen, dass ein analoges Bild etwas hat, was den meisten digitalen Produktionen fehlt: Einzigartigkeit und eine Seele, die von der Belichtung in der Kamera bis zum fertigen Bild in ruhe reifen kann.

  • Cyanotypie

    Sir John Herschel, englischer Astronom und Naturforscher des 19. Jahrhunderts, entdeckte eine der ersten Techniken, Fotografien auf Papier zu bringen. Das auf Eisen basierende Verfahren liefert wunderbare monochrome Blaubilder, mit dem äußerst haltbaren Farbstoff "Berliner Blau". Die ältesten Cyanotypien sind mehr als 150 Jahre alt und haben von ihrer ursprünglichen Schönheit nichts eingebüßt. Anna Atkins, eine engl. Botanikerin und vertraute von Sir Herschel, veröffentlichte 1843 das erste "Fotobuch" mit dem Titel "British Algae". Diese Cyanotypien sind immer noch so schön wie am Tag der Veröffentlichung.

  • Rahmenbau

    Alte analoge Kameras, alte Fotoabzugtechniken, alte Papiersorten ... da fehlt dann nur noch der entsprechende Rahmen, um die Sache abzurunden. Wir sind dauernd auf der Suche nach altem Holz für unsere Rahmen, die wir rundherum selber herstellen. Denn das Motiv soll sich nicht dem Rahmen beugen, sondern sich möglichst perfekt an ihn heran kuscheln. Dabei verwenden wir auch dafür gerne nur "analoge" Technik: Handsäge statt Maschine, per Hand schleifen statt Schwingschleifer ... Hochwertige Öle und Wachse geben unseren Rahmen das perfekte Finish.




  • #Harmonie
  • #Zufriedenheit
  • #Ruhe
  • #Himmel
  • #Unendlichkeit
  • #Sympathie
  • #Blao
  • #Meer
  • #Ferne
  • #Treue

Portfolio

Machen und tun ... jeden Tag eine gute Tat ... wir bleiben nicht stehen und zeigen hier einige unserer aktuellen Arbeiten


Der Kern

Was Blaubild begleitet!


Maritim

Die Ostsee unsere liebe Nachbarin, lockt uns immer wieder zum Fotografieren.

Fotogramme

Blüten und Pflanzen, Schmetterlinge und andere Dinge

Dia´s

Aus Opa's Zeiten, alte Fotografien in Blau getaucht ...

Abstrakt

Ist das Kunst ? Oder kann das weg ?

Abseits

Eingewecktes, Flaschengrün

Cyanotypie

Ein Edeldruckverfahren


Geschichte

Sir John Herschel

Im Jahr 1842 entwickelte der englische Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel dieses Verfahren. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der Daguerreotypie und Talbotypie/Kalotypie zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Es ist ein Verfahren, das auf Eisen und nicht auf Silber beruht, welches sonst bei der herkömmlichen Herstellung von Photoabzügen (und den zuvor erfundenen Verfahren) verwendet wird.

Anna Atkins

Eine britische Naturwissenschaftlerin, machte diese fotografische Technik durch ihre Bücher bekannt, in denen sie Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. Sie gilt durch diese frühe Anwendung als erste Fotografin. Künstlerisch stand diese Technik immer etwas im Abseits, sie wurde lange Zeit nicht zu den fotografischen Edeldruckverfahren gezählt.

Verfahren

Kaliumferricyanid und Ferriammoniumcitrat

Saugfähiges Papier wird in Lösungen von Kaliumferricyanid und Ferriammoniumcitrat (Ammoniumeisen(III)-citrat), bzw. Kaliumferricyanid und Ammoniumeisenoxalat gebadet und danach getrocknet. Beim Trocknen wird die Beschichtung lichtempfindlich. Die Belichtung erfolgt unter einem Schatten werfenden Gegenstand als Fotogramm (Gegenstand, Pflanze etc.) oder mit einem Negativ durch UV- oder Sonnenlicht. An einem bedeckten Tag beträgt die Belichtungszeit mit Tageslicht 10-20 Minuten. In den belichteten Partien wird dabei die Eisenverbindung zweiwertig und wasserunlöslich - es bildet sich der Farbstoff Berliner Blau. Die unbelichteten Teile sind wasserlöslich und lassen sich unter fließendem Wasser entwickeln und auswaschen. Der Kontrast kann durch Baden in 1%iger Kaliumdichromatlösung gesteigert oder durch Zitronensäure erreicht werden. Die Farbe lässt sich durch Baden in Tannin, Oolong-Tee, Katzenurin oder Pyrogallol verändern.

Varianten

Herschel & Ware

Beim ursprünglichen Verfahren von Herschel bestand die lichtempfindliche Papierschicht aus Kaliumferricyanid und Ferriammoniumcitrat (Ammoniumeisen(III)-citrat). Von Mike Ware stammt eine modernere Variante der Cyanotypie. Er verwendet dazu Kaliumferricyanid und Ammoniumeisenoxalat anstatt des Ammoniumeisencitrats. Gern verwechselt wird die Cyanotypie mit der Diazotypie, die in Architekturbüros verwendet wurde.

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